Alles in OB - Dutch Open 2012

Alles in OB - Dutch Open 2012

Bericht von: Discmaniac

Das erste Turnier der Eurotour 2012 wurde gespielt und die Diskussionen um die Kursgestaltung werden noch lange nachhallen. Der Kursdesigner Bert Brader wird in der Disc Golf Szene Europas das Gesprächsthema der nächsten Wochen sein, Bert wollte einen schwierigen Kurs gestalten und das hat er auch geschafft. Aber leider war dieser Kurs, der von Wasserbahnen gespickt war, auch noch mit völlig unsinnigen OB’s übersäht, so das der Spaß bei den meisten Spielern auf der Strecke geblieben ist. Einige Spieler haben sogar aufgehört, weil sie demoralisiert waren, darunter nicht nur Amateure sondern auch hartgesottene Eurotour-Pros wie Marco Lehousse und Toni Asikainen.

Zum Beispiel hatten viele Körbe nur Einzelkettenreihen die dann auch noch oft nur zwei Meter vom Wasser entfernt standen, aus diesem Grund sind auch viele Putter ins Wasser gefallen.Ich habe einige Putts gesehe,n die aus den Ketten ins Wasser gerollt sind. Die Driver sind reihenweise bei den Abwürfen vom Wasser verschlungen worden. Als Beispiel Bahn Nummer 3, 136 Meter bei der die Perfekte Fluglinie 95% übers Wasser ging. Wenn man an dieser Bahn den Fairway spielen wollte, musste ein 80 – 100 Meter langer Hyzer nach Rechts geworfen werden um den circa 15 Meter breiten Fairway zu treffen. Hier wurde schnell die Taktik gefunden – weit raus links ins OB um dann möglichst die vier zu spielen, es macht jedoch keinen Sinn, absichtlich ins OB werfen zu müssen, um das Ergebnis zu sichern.

Dann der soziale Aspekt, in den Pausen wurde fast aussliesslich über die negativen Erlebnisse auf der Runde gesprochen da kommt wirklich keine gute Laune auf, alle waren genervt. Erste Hochrechnungen besagen, dass Scheiben im Wert von ca. 6000€ in den Wasserläufen rund um den Kurs versunken sind. Ob dieser Schatz jemals gehoben wird bleibt offen. Simon Lizotte hatte nach seiner dritten Runde nur noch einen Driver in seiner Tasche: zu krasse Bahnen auch für die besten Spieler Europas. Für die Frauen und Amateure gab es keine kürzeren Tees so dass die einfach doppelt bestraft wurden.



Ironischer Weise hat Bert Brader die Masterklasse gewonnen und somit wohl sagen wollen, man kann diesen Kurs auch gut spielen, in seiner Gewinnerrede hat er sich auch ein wenig entschuldigt und die Organisatoren haben versprochen aus diesen Erfahrungen zu lernen. Top Spieler Sylvan Gouge hat allerdings geschworen, nie wieder nach Holland zu fahren, und viele werden mit dem Gefühl nach Hause fahren, nicht wieder zu kommen.

Ein Event über den noch lange gesprochen wird. Hoffentlich werden weiterhin schwierige Kurse gestaltet, aber bitte mit Sinn und Verstand, die Leistungen werden immer stärker in Europa und die Zukunft ist immer noch klar, THE MOST FUN WINS!

Die Schweizer

Martin Jenny kam noch am besten mit dem Parcours zu Rande und spielte alle drei Runden über seinem Rating. Am Ende reicht es nach einem Stechen um den 12. Finalplatz zum tollen 13. Platz bei den Open. Bei den Damen konnte sich Natalie Holloköi trotz einer ziemlich verpatzten ersten Runde auf dem 4. Rang klassieren. Tinu Schär bei den Masters und Bejamin Schneider bei den Senior Grandmasters gaben forfait nach der ersten Runde. Auch für Longhitter Paul Francz, dem der Parcours im Prinzip eigentlich entgegen kam, waren OB, Wasser und Wind zugleich zu viel des Guten und dementsprechend hatte dies dann auch grosse Auswirkungen auf die Rundenresultate. Am Ende reichte es für den 2. Platz bei den Grandmasters ganze 14 Würfe hinter dem Sieger Derek Robins. Markus Birkenmeier biss sich auch bis zum Schluss durch den Parcours und plazierte sich mit 127 über Par auf dem 11. Rang. Bei den Amateuren waren drei Schweizer am Start, die sich alle im Mittelfeld klassierten. Jonas Snozzi (13.), Javier Alonso (15.) und Philipp Rosenast (17.)

Resultate PDGA
Fotos (René Westenberg)






Veröffentlicht am:
18:01:31 03.04.2012 von Admin

Letzte Aktualisierung
11:11:07 19.07.2012